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Garne, Nadeln & Vliese Redaktion Stickmaschine Profi · Stand

Welche Nadel für die Stickmaschine? Arten und Stärken

Inhalt 7 Abschnitte

Beim Maschinensticken ist die Sticknadel die Standardwahl. Welche Nadel im Einzelfall passt, hängt von drei Dingen ab: vom Stoff, vom Garn und davon, was deine Maschine laut Handbuch aufnimmt. Dieser Beitrag erklärt die gängigen Nadelarten, wie du die Stärke wählst und wie du eine Nadel am Reststück prüfst.

Nadelarten im Überblick

Alle Nadeln unterscheiden sich in Spitze, Öhr und Schaft. Die Spitze bestimmt, wie die Nadel ins Gewebe oder in die Maschen sticht, das Öhr, wie viel Reibung der Faden erfährt.

NadelartEigenschaftEinsatz
SticknadelGrößeres Öhr, leicht gerundete SpitzeStandard auf Webware mit gängigem Stickgarn
Jersey- und StretchnadelKugelige Spitze schiebt die Maschen zur SeiteMaschenware wie Jersey und stark dehnbare Stoffe
Metallic-NadelLanges, größeres ÖhrMetallicgarne, die stark reiben und leicht reißen
Denim- und JeansnadelScharfe Spitze, verstärkter SchaftDichte, dicke Stoffe wie Denim oder Canvas
Microtex-NadelSchlank und sehr spitzFeine, dicht gewebte Stoffe; nicht für Maschenware
UniversalnadelNormales Öhr, für das Nähen gebautBeim Sticken nur Notlösung

Die Universalnadel hat ein kleineres Öhr als die Sticknadel. Stickgarn reibt darin stärker, franst auf und reißt eher. Ob deine Maschine sie überhaupt zulässt, steht im Handbuch.

Nadelstärke und Garn aufeinander abstimmen

Die Stärke steht als Zahl auf der Nadel, etwa 75/11 oder 90/14. Als Größenordnung gehören feine Stoffe zu 65 bis 75, festere Stoffe zu 80 bis 90 und mehr. Je dicker und fester das Material, desto stärker die Nadel. Stickfaden und Stickgrund bestimmen die Stärke gemeinsam.

  • Zu dünn: Das Öhr ist für das Garn zu klein, der Faden scheuert und reißt.
  • Zu dick: Die Nadel hinterlässt sichtbare Löcher, zieht Fäden im Gewebe und kann den Stoff verziehen.
  • Garn: Übliche Stickgarne aus Polyester, Viskose oder Baumwolle in der gängigen Stärke 40 laufen mit der passenden Nadel gleichmäßig. Mehr dazu liest du im Beitrag zum richtigen Stickgarn.

Nadelsystem deiner Maschine

Nicht jede Nadel passt in jede Maschine. Das Nadelsystem und die zulässigen Stärken nennt das Handbuch. Haushaltsmaschinen nutzen meist ein flachkolbiges Nadelsystem, wie es von Nähmaschinen bekannt ist. Bei Industrie- und Mehrnadelmaschinen ist häufig das System DBxK5 verbreitet. Eine Nadel mit falschem System oder falscher Stärke kann Fehlstiche, Nadelbruch und Schäden am Greifer verursachen. Mehr zu Nadeln zum Sticken steht beim Hersteller: Hersteller: SCHMETZ Nadeln zum Sticken (Datenblatt).

Beschichtete Nadeln und Alternativen

Titan-Sticknadeln tragen eine harte Beschichtung und sind verschleißfester als unbeschichtete Nadeln. Das lohnt sich bei häufigem Sticken und bei abrasiven Materialien. Es gibt auch Beschichtungen gegen Verkleben, wenn Klebstoffreste oder temperaturempfindliche Materialien an der Nadel haften. Auch beschichtete Nadeln nutzen sich ab und werden bei Schäden ersetzt. Eine Superuniversalnadel ist eine Nähnadel mit leicht gerundeter Spitze und kommt wegen des kleineren Öhrs nur als Übergangslösung in Frage. Handnähnadeln passen nicht in die Nadelstange der Maschine.

Wann du die Nadel wechselst

Auch gute Nadeln werden stumpf. Wechsle sie spätestens, wenn eines dieser Zeichen auftritt:

  • Die Stichqualität lässt nach, es entstehen Fehlstiche, Schlingen oder aufgeraute Konturen.
  • Das Garn reißt öfter. Weitere Ursachen dafür behandelt der Beitrag zum reißenden Oberfaden.
  • Beim Einstechen ist ein Geräusch zu hören.
  • Nach einem Nadelbruch oder Aufschlag auf den Stickrahmen, siehe gebrochene Nadeln.

Bei dichten Motiven und festen Stoffen wechselst du entsprechend früher. Verbogene oder an der Spitze beschädigte Nadeln gehören aussortiert. Einen Grat an Spitze oder Öhr bemerkst du oft, wenn ein Stück Strumpfstoff beim Entlangfahren hängen bleibt. Der Aufdruck von System und Stärke sollte lesbar bleiben.

Nadeln am Reststück vergleichen

Eine kurze Probe zeigt, welche Nadel zu deinem Material passt.

  1. Sticke dasselbe kleine Motiv auf demselben Stoff mit demselben Garn und Vlies, aber mit zwei oder drei Nadeltypen. Verändere nur die Nadel.
  2. Prüfe Fehlstiche, Schlingen auf der Rückseite, Garnreißen, Löcher im Stoff und raue Konturen.
  3. Reißt das Garn oder raut es auf, probiere eine Stufe stärker oder eine Nadel mit größerem Öhr. Bei Löchern in feinem Stoff nimmst du eine Stufe feiner.
  4. Notiere Stoff, Vlies, Garn, Nadeltyp und Stärke mit dem Ergebnis. So entsteht mit der Zeit deine eigene Übersicht.

Besonders feste Stoffe und mehrere Lagen behandelt der Beitrag zum Sticken auf dickem Stoff.

Häufige Fragen zur Sticknadel

Welche Nadel passt zu meiner Stickmaschine?

Das hängt von Stoff, Garn und Technik ab. Auf Gewebe ist in der Regel die Sticknadel mit größerem Öhr die Standardwahl, für Maschenware eine Nadel mit Kugelspitze. Nadelsystem und zulässige Stärken stehen im Handbuch deiner Maschine.

Wie oft sollte ich die Sticknadel wechseln?

Eine feste Stundenzahl gibt es nicht. Wechsle die Nadel, sobald die Stichqualität nachlässt, das Garn öfter reißt oder die Nadel verbogen oder stumpf ist, ebenso nach einem Nadelbruch.

Was passiert mit einer falschen Nadel?

Sie kann Fehlstiche, Löcher oder Laufmaschen im Stoff und häufige Fadenrisse verursachen, im ungünstigen Fall auch Nadelbruch.

Sind beschichtete Nadeln immer besser?

Nicht zwangsläufig. Beschichtete Nadeln können verschleißfester sein, ersetzen aber nicht die passende Auswahl von System, Stärke, Spitze und Öhr.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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