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Dateiformate & Import Redaktion Stickmaschine Profi · Stand

Dateiformat für die Stickmaschine: PES, DST, JEF und Co.

Inhalt 7 Abschnitte

Welches Dateiformat Sie brauchen, bestimmt Ihre Stickmaschine: Sie liest nur bestimmte Formate. Ein falsches Format führt im besten Fall zu einer Fehlermeldung, im schlechteren zu einem fehlerhaften Stickbild. Dieser Leitfaden zeigt, welche Formate zu welchen Herstellern gehören, was ein Maschinenformat von einem Arbeitsformat der Software unterscheidet und wie Sie Designs sicher umwandeln.

Was eine Stickdatei enthält

Eine Maschinendatei besteht aus fertig berechneten Stichen: Nadelpositionen als Koordinaten und Befehle wie Farbwechsel, Sprung und Fadenschnitt. Die Maschine führt sie nacheinander aus. Stichart, Richtung und Dichte stecken nur noch als Ergebnis darin, nicht als Einstellung, die sich ändern ließe.

Manche Formate speichern eine Garnpalette, andere nur die Stellen, an denen die Farbe wechselt. Bei Letzteren ordnen Sie die Garnfarben nach dem Laden selbst zu. Sehr stichreiche Designs ergeben große Dateien. Maschinen mit begrenztem Speicher oder begrenzter Stichzahl pro Design verlangen dann unter Umständen ein kleineres Motiv.

Maschinenformate nach Herstellern

FormatZuordnungBesonderheit
PES (auch PEC)Brother, BabylockEnthält Garnfarben
DSTTajima, Industrie-StandardKeine Garnfarben, nur Farbwechselbefehle
JEFJanomeAußerhalb von Janome weniger verbreitet
EXPMelco, BerninaKeine Garnfarben, nur Farbwechselbefehle
VP3Husqvarna Viking, PfaffEnthält eine Garnpalette
HUS, VIPHusqvarna VikingÄltere Formate, vor allem für ältere Maschinen
XXXSingerAußerhalb von Singer wenig verbreitet

Viele Maschinen lesen mehr als ein Format, und viele Programme geben mehrere Formate aus. Welche Ihre Maschine akzeptiert, steht im Handbuch. Manche Maschinen lesen außerdem nur eine bestimmte Version eines Formats. Dann stellen Sie die Ausgabe in der Software entsprechend ein. Ein „bestes“ Format gibt es nicht. Maßgeblich ist, was Ihre Maschine liest und Ihre Software ausgeben kann.

Arbeitsformate der Software

Beim Digitalisieren entsteht zuerst ein Entwurf aus Objekten, etwa Flächen, Konturen und Texten mit eingestellter Stichart, Dichte und Richtung. Diese Objekte speichert das native Format der Software, zum Beispiel EMB bei Wilcom oder ART bei der Bernina-Software. Native Formate sind meist an ein bestimmtes Programm gebunden. Andere Programme öffnen sie oft nicht oder nur eingeschränkt.

Erst beim Ausgeben in ein Maschinenformat rechnet die Software die einzelnen Stiche aus. Eine Rückumwandlung in saubere Objekte ist danach nicht möglich. Das hat zwei Folgen:

  • Bewahren Sie das Original im nativen Format auf und geben Sie für jede Maschine und jede gewünschte Größe neu aus.
  • Eine fertige Stichdatei lässt sich nur geringfügig skalieren, weil Stichabstände und Dichte mitwachsen oder schrumpfen und das Stickbild sonst zu dicht oder zu dünn wird.

Dateien aus Musterarchiven liegen meist nur als Maschinenformat vor und lassen sich deshalb kaum nachträglich verändern. Wie eine Datei von Grund auf entsteht, beschreibt der Beitrag Datei für die Stickmaschine erstellen. Für Grafiken als Ausgangsmaterial lesen Sie die Hinweise zu Vektorgrafiken für die Stickmaschine.

So wählen Sie das Format aus

  • Maschine: Das Zielformat muss in der Formatliste im Handbuch stehen.
  • Farben: Bei mehrfarbigen Designs ist ein Format mit Garnpalette bequemer, weil die Zuordnung entfällt.
  • Gewerbliche Stickerei: Dort wird häufig DST verwendet, weil viele Maschinen und Programme es lesen.
  • Maschinenwechsel: Wechseln Sie später zu einer Maschine einer anderen Marke, brauchen Sie die Designs in deren Format. Mit dem nativen Original ist das jederzeit möglich.
  • Software: Nicht jedes Programm liest und schreibt alle Formate. Prüfen Sie die Formatliste auf der Herstellerseite der Software, bevor Sie sich für ein Programm entscheiden.

Dateien umwandeln

  1. Sichern Sie die Originaldatei, bevor Sie etwas umwandeln.
  2. Geben Sie, wenn ein natives Format vorliegt, daraus für die Zielmaschine neu aus. Eine Maschinendatei in eine andere umzuwandeln ist nur der Notweg.
  3. Dafür brauchen Sie eine Stick- oder Konvertierungssoftware, die Ausgangs- und Zielformat unterstützt.
  4. Prüfen Sie Farbwechsel, Sprünge und Fadenschnitte in der Vorschau, denn Formate bilden diese Befehle unterschiedlich ab.
  5. Sticken Sie ein Probestück auf einem Reststück desselben Stoffes, bevor Sie das eigentliche Projekt beginnen.
  6. Notieren Sie, was Sie bei der Umwandlung eingestellt haben. Das erleichtert spätere Wiederholungen.

Fertige Dateien und Digitalisierdienste

Wer nicht selbst digitalisiert, bezieht Dateien aus Musterarchiven oder beauftragt einen Dienstleister. Nennen Sie bei einer Beauftragung die Maschine und das gewünschte Format und lassen Sie sich nach Möglichkeit auch die bearbeitbare Originaldatei geben. Zu kostenlosen Vorlagen gibt es einen eigenen Beitrag: Quellen für kostenlose Stickvorlagen. Prüfen Sie auch bei fertigen Dateien, ob Sie das Motiv für Ihren Zweck nutzen dürfen. Das gilt besonders für Marken- und Logomotive.

Häufige Fragen zu Stickdateiformaten

Welche Dateiformate gibt es für Maschinenstickerei?

Gängig sind PES, DST, JEF, EXP und VP3. PES gehört zu Brother und Babylock, DST zu Tajima und der gewerblichen Stickerei, JEF zu Janome, EXP zu Melco und Bernina, VP3 zu Husqvarna Viking und Pfaff.

Was unterscheidet Maschinenformate von nativen Formaten?

Maschinenformate enthalten die fertig berechneten Stiche. Native Formate sind die bearbeitbaren Arbeitsdateien der Digitalisiersoftware und behalten die Objekte, aus denen das Design aufgebaut ist.

Wie wandle ich ein Design in das Format meiner Maschine um?

Geben Sie das Design am besten aus dem nativen Format Ihrer Software im Format Ihrer Maschine aus. Liegt nur eine Maschinendatei vor, brauchen Sie ein Programm, das Ausgangs- und Zielformat unterstützt. Sticken Sie danach ein Probestück.

Kann ich dasselbe Format auf Maschinen verschiedener Marken nutzen?

Nicht immer. Jede Marke bevorzugt bestimmte Formate, und manche Maschinen lesen nur eine bestimmte Version. Welche Formate Ihre Maschine akzeptiert, steht im Handbuch.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu