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Socken besticken mit der Stickmaschine: Vlies, Nadel, Rahmen

Inhalt 8 Abschnitte

Socken lassen sich mit der Stickmaschine besticken, wenn drei Dinge stimmen: ein kleiner Rahmen, ein Vlies, das den Strick stützt, und ein Stich, der nicht zu dicht ist. Socken sind dehnbar, schlauchförmig und oft dünn. Genau das macht sie schwieriger als ein Stück Baumwollstoff. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es bei Maschine, Material und Einspannen ankommt.

Welche Maschine eignet sich

Eine Socke ist ein Schlauch. Beim Einspannen soll nur die Lage unter der Nadel im Rahmen liegen, die zweite Lage darf nicht mitgestickt werden. Das gelingt am besten mit einem Freiarm, bei dem sich der Schlauch über den Arm ziehen lässt. Viele Haushaltsmaschinen haben einen solchen Arm, bei Kombimaschinen für Nähen und Sticken ist er oft Teil der Bauform. Wie die beiden Bauarten sich unterscheiden, steht im Beitrag Stickmaschine oder Kombimaschine im Vergleich.

Prüfen Sie vor dem Kauf vor allem diese Punkte:

  • Freiarm und Rahmenhöhe: Der Schlauch muss unter Nadel und Rahmen durchpassen, ohne zu spannen.
  • Kleine Rahmen: Für Socken genügt ein kleines Stickfeld. Die Rahmengröße sollte zum Motiv und zum Schlauch passen.
  • Fadenabschneider: Er spart Nacharbeit, ist aber keine Voraussetzung.
  • Probesticken: Lassen Sie sich beim Händler zeigen, wie sich ein Schlauchteil einspannen lässt.

Das Portal testet Maschinen nicht selbst. Die Produktauswahl auf dieser Seite folgt den Herstellerangaben, und Stickfeld, Rahmen und Zubehör sollten Sie im Datenblatt des Herstellers prüfen.

Material: Socke, Garn, Nadel

Dehnbare Socken aus Baumwolle oder Baumwollmischungen sind gut zu besticken. Sehr dünne, glatte Kunstfasersocken und grobe Wollstrickware verzeihen weniger, weil die Nadel Maschen verschieben oder Löcher ziehen kann. Sticken Sie neue Socken erst probeweise, bevor Sie ein Geschenk anfertigen.

  • Garn: Polyester- oder Viskosegarn (Rayon) in der üblichen Stärke 40 ist ein bewährter Ausgangspunkt. Polyester ist farbecht und hält Wäsche gut aus.
  • Nadel: Eine Sticknadel in der Größe 75/11 ist für feine Maschenware üblich. Bei sehr elastischem Strick kann eine Nadel mit leicht gerundeter Spitze (Jersey- oder Stretchnadel) verhindern, dass Maschen beschädigt werden.
  • Nadelzustand: Eine stumpfe Nadel zieht Fäden aus dem Strick. Wechseln Sie sie rechtzeitig.

Mehr zur Wahl des Garns finden Sie unter Das richtige Garn für Ihre Stickmaschine.

Vlies für dehnbare Ware

Das Vlies hält die Maschen in Form, solange gestickt wird. Es entscheidet darüber, ob die Stickerei flach liegt oder die Socke sich zusammenzieht.

  • Schneidevlies (Cut-away): Es bleibt dauerhaft unter der Stickerei und gibt dehnbarem Strick den nötigen Halt. Für Socken ist es meist die stabilere Wahl.
  • Reißvlies: Es eignet sich eher für stabile, kaum dehnbare Stoffe und gibt Maschen weniger Halt.
  • Klebendes oder aufbügelbares Vlies: Es fixiert die Socke und verhindert Verrutschen. Beim Aufbügeln gilt: nicht dehnen und Wärme sparsam einsetzen, besonders bei Kunstfasern.
  • Wasserlösliche Folie als Deckschicht (Topping): Sie verhindert, dass Stiche im Strick einsinken, und löst sich später aus.

Vliesarten allgemein beschreibt Die Stickmaschine Unterlage: Warum sie wichtig ist.

Einspannen und Positionieren

  1. Markieren Sie die Mitte der Stickstelle mit einem wasserlöslichen oder luftlöslichen Stift. Eine Schablone aus Papier hilft, das Motiv bei beiden Socken gleich zu platzieren.
  2. Legen Sie das Vlies in den Rahmen und fixieren Sie die Socke darauf, entweder durch Klebevlies oder durch ein Sprühmittel für Vlies.
  3. Ziehen Sie die Socke nicht in den Rahmen. Sie soll glatt und spannungsfrei liegen. Wird der Strick im Rahmen gedehnt, zieht er sich nach dem Lösen zusammen und die Stickerei wellt sich.
  4. Prüfen Sie, dass die Rückseite des Schlauchs nicht unter der Nadel liegt. Schieben Sie die zweite Stofflage so weit vom Freiarm weg, dass sie frei hängt und nicht mitgestickt wird.
  5. Fahren Sie vor dem Start den Umriss des Stickfelds ab. Er zeigt, ob der Rahmen irgendwo am Schlauch anstößt.

Allgemeine Grundlagen dazu: So spannen Sie Stoff richtig in Ihrer Stickmaschine ein.

Motiv und Stickvorgang

Dichte Füllflächen sind auf Strick problematisch. Sie machen die Stelle steif und können die Maschen durchlöchern. Besser sind lockere Füllungen, Laufstiche und schmale Satinstiche. Ein Unterlagstich stabilisiert die Fläche. Der Zugausgleich in der Digitalisierung gleicht aus, dass der Strick unter den Stichen nachgibt. Sehr kleine Schrift wird auf Maschen schnell unleserlich.

Beobachten Sie den Beginn des Stickvorgangs. Verzieht sich die Socke, stoppen Sie, lösen den Rahmen und spannen neu ein. Bei Fadenbrüchen prüfen Sie zuerst die Nadel, dann den Fadenlauf. Reißen Sie das Vlies nach dem Sticken nicht ruckartig ab. Schneiden Sie überstehendes Schneidevlies mit einer kleinen Schere rund um die Stickerei knapp zurück, ohne den Strick anzuschneiden.

Typische Fehler vermeiden

  • Falten rund um die Stickerei: meist zu wenig Vlies oder Socke im Rahmen gedehnt.
  • Löcher im Strick: Nadel zu dick oder stumpf, Stichdichte zu hoch.
  • Eingestickte Rückseite: die zweite Lage des Schlauchs lag unter der Nadel.
  • Schiefes Motiv: Mitte und Achse nicht markiert oder der Rahmen beim Einspannen verdreht.

Weitere Ursachen für Verzug erläutert Warum sich der Stoff beim Sticken verzieht.

Pflege bestickter Socken

Waschen Sie bestickte Socken auf links und richten Sie sich nach dem Pflegeetikett der Socke. Ein mildes Waschmittel und eine niedrige Temperatur schonen Garn und Strick. Hohe Hitze belastet Stickerei und Gummi. Lassen Sie die Socken an der Luft trocknen, wenn das Etikett keinen Trockner vorsieht. Bügeln Sie nur von links und mit Tuch. Entfernen Sie lose Fadenenden nach dem ersten Waschen mit einer kleinen Schere.

Häufige Fragen zum Sticken auf Socken

Braucht man für Socken einen Freiarm?

Er ist hilfreich, weil sich der Sockenschlauch darüber ziehen lässt und nur eine Lage im Rahmen liegt. Welche Bauform Ihre Maschine hat, steht im Handbuch.

Welches Vlies passt zu Socken?

Für dehnbaren Strick ist Schneidevlies meist die stabilere Wahl. Eine wasserlösliche Folie obenauf verhindert, dass Stiche im Strick einsinken. Probieren Sie die Kombination auf einer Probesocke aus.

Welche Nadel eignet sich für Socken?

Üblich ist eine Sticknadel in feiner Größe wie 75/11. Bei sehr elastischem Strick kann eine Nadel mit gerundeter Spitze die Maschen schonen.

Soll die Socke im Rahmen straff gezogen werden?

Nein. Die Socke soll glatt und spannungsfrei auf dem Vlies liegen. Wird der Strick gedehnt, zieht er sich nach dem Lösen zusammen und die Stickerei wirft Falten.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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