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Stickmaschine Profi

Motive und Sticksoftware für die Stickmaschine im Überblick

Motive & Software Redaktion Stickmaschine Profi · Stand

Inhalt 6 Abschnitte

Ein Stickmotiv ist eine Datei mit Stichen, Stichtypen und Farbfolge, keine Grafik. Welche Software Sie brauchen, hängt davon ab, ob Sie fertige Motive nur anordnen oder eigene Motive digitalisieren wollen. Dieser Überblick ordnet die Software-Klassen, nennt Auswahlkriterien und beschreibt den Weg von der Vorlage zum gestickten Probestück. Das Portal testet keine Software selbst. Preise, Versionen und Funktionen einzelner Programme stehen bei den Herstellern und werden hier nicht aufgeführt.

Welche Aufgaben Sticksoftware übernimmt

Sticksoftware lässt sich grob in drei Klassen einteilen. Die Grenzen sind fließend, und Hersteller schneiden ihre Pakete unterschiedlich zu.

KlasseTypische AufgabenGeeignet für
Anzeigen und OrdnenDateien öffnen, Vorschau, Formate umwandeln, Motive verwaltenHobby, große Motivsammlungen
Bearbeiten und GestaltenSkalieren, drehen, kombinieren, Farben ändern, Schrift und MonogrammePersonalisieren fertiger Motive
DigitalisierenEigene Motive aus Grafiken erstellen, Stichtypen, Unterlage und Zugausgleich festlegenLogos, eigene Entwürfe, Gewerbe

Eine höhere Klasse enthält meist die Funktionen der niedrigeren. Kaufen Sie nicht mehr, als Ihre Projekte verlangen, und prüfen Sie beim Hersteller, was die jeweilige Ausbaustufe tatsächlich enthält.

Worauf Sie bei der Software-Wahl achten

  • Maschinenformat: Die Software muss das Format Ihrer Maschine schreiben können. Üblich sind PES für Brother und Babylock, JEF für Janome, VP3 für Husqvarna Viking und PFAFF, EXP für Melco und Bernina sowie DST als Standard der Industrie.
  • Betriebssystem: Nicht jedes Programm läuft auf Windows und macOS. Prüfen Sie das vor dem Kauf.
  • Lizenzmodell: Einmalkauf, Abonnement, Updatekosten und die Bindung an einen Rechner unterscheiden sich je nach Anbieter.
  • Sprache: Klären Sie, ob Oberfläche und Handbuch auf Deutsch vorliegen. Manche Programme sind nur teilweise lokalisiert.
  • Ausprobieren: Ein Probezeitraum, falls der Hersteller ihn anbietet, zeigt, ob Sie mit der Bedienung zurechtkommen. Probieren Sie ein eigenes Motiv aus. Mehr dazu in Sticksoftware mit Probezeitraum im Vergleich.

Software der Maschinenhersteller

Brother, Janome, Bernina und PFAFF bieten eigene Software an, die auf ihre Maschinen und Formate abgestimmt ist. Das erleichtert die Übertragung, kann aber den Funktionsumfang auf den Hersteller begrenzen. Wie die Programme aufgebaut sind, beschreiben unsere Beiträge zur Sticksoftware von Brother, zur Janome-Software und zur Bernina-Software Artlink. Welche Funktionen eine Ausbaustufe in der aktuellen Version enthält, steht auf der Herstellerseite.

Unabhängige Anbieter wie Wilcom, Hatch, Embird oder Embrilliance entwickeln Programme, die Dateien für viele Maschinenmarken schreiben. Für gewerbliche Anwender mit mehreren Marken kann das praktisch sein.

Eigene Motive erstellen

Das Digitalisieren ist mehr als das Umwandeln einer Bilddatei. Die Software setzt aus einer Grafik nur dann ein brauchbares Motiv zusammen, wenn die Vorlage dazu passt.

Vorlage vorbereiten

Klare Kanten, wenige Farben und geschlossene Flächen lassen sich gut digitalisieren. Fotos und unscharfe Rasterbilder sind ungünstig. Vektorgrafiken sind meist die bessere Ausgangsbasis, weil Konturen sauber vorliegen. Hinweise dazu enthält der Beitrag Vektorgrafiken für die Stickmaschine vorbereiten. Sehr feine Linien und winzige Flächen lassen sich mit Garn nicht sauber darstellen und müssen vereinfacht werden.

Stiche planen

Diese Einstellungen prägen das Ergebnis und gehören geprüft, auch wenn die Software Vorschläge macht:

  • Stichtyp: Satinstich für schmale Flächen und Konturen, Füllstich für größere Flächen, Laufstich für feine Linien.
  • Stichdichte: Zu dicht macht die Stickerei steif und belastet den Stoff, zu locker lässt Stoff durchscheinen.
  • Unterlagstiche: Sie halten Stoff und Vlies zusammen und geben der Fläche Halt. Die Art richtet sich nach Stoff und Fläche.
  • Zugausgleich: Stiche ziehen den Stoff zusammen. Der Ausgleich vergrößert Flächen leicht, damit das Ergebnis passt. Der nötige Betrag hängt von Stoff, Vlies und Stichart ab.
  • Farbfolge: Weniger Farbwechsel sparen Zeit, besonders an Einnadelmaschinen.

Probestück sticken

Sticken Sie jedes neue Motiv zuerst auf einem Reststück desselben Stoffes mit dem vorgesehenen Vlies. Erst dort zeigt sich, ob Dichte, Unterlage und Zugausgleich stimmen. Korrigieren Sie in der Software und sticken Sie erneut, bis das Ergebnis passt.

Fremde Motive und Urheberrecht

Stickdateien aus Musterarchiven oder von Anbietern sind urheberrechtlich geschützt, und die Lizenz regelt, was Sie damit tun dürfen. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie Motive gewerblich verwenden. Das gilt erst recht für Figuren, Logos und Marken: Sie sind urheber- und markenrechtlich geschützt, und ein Besticken zum Verkauf braucht die Erlaubnis der Rechteinhaber. Eigene Entwürfe oder Motive mit ausdrücklich gewerblicher Lizenz sind der sichere Weg.

Häufige Fragen zu Motiven und Sticksoftware

Brauche ich Sticksoftware, um zu sticken?

Nicht unbedingt. Viele Maschinen enthalten eingebaute Motive und Schriften oder lesen fertige Stickdateien direkt. Software lohnt sich, wenn Sie Motive anpassen, kombinieren, beschriften oder selbst digitalisieren wollen.

Wo unterscheiden sich Bearbeiten und Digitalisieren?

Beim Bearbeiten ändern Sie ein vorhandenes Motiv, etwa Größe, Farben oder Anordnung. Beim Digitalisieren legen Sie selbst fest, wie aus einer Grafik Stiche entstehen, also Stichtyp, Richtung, Dichte und Unterlage. Das erfordert mehr Einarbeitung.

Welches Dateiformat brauche ich?

Das Format, das Ihre Maschine liest. Üblich sind PES für Brother und Babylock, JEF für Janome, VP3 für Husqvarna Viking und PFAFF, EXP für Melco und Bernina sowie DST in der Industrie. Das Handbuch der Maschine nennt die unterstützten Formate.

Darf ich fremde Motive gewerblich besticken?

Nur, wenn die Lizenz es erlaubt. Stickdateien sind urheberrechtlich geschützt, Figuren und Logos zusätzlich markenrechtlich. Für den Verkauf brauchen Sie die Erlaubnis der Rechteinhaber oder Motive mit gewerblicher Lizenz.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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