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Fadenspannung, Ober-/Unterfaden Redaktion Stickmaschine Profi · Stand

Fadenverwicklungen beim Sticken: Ursachen und Abhilfe

Inhalt 8 Abschnitte

Ein Fadenknäuel unter dem Stoff, Schlaufen auf der Vorderseite oder ein festgesetzter Rahmen: Fadenverwicklungen haben meist eine von wenigen Ursachen. Dieser Ratgeber ordnet sie nach dem, was Sie am Stickbild sehen, und nennt eine Reihenfolge, in der sich die Fehlersuche lohnt. Die Angaben sind allgemein gehalten. Bei Spannung, Spulenkapsel und Nadelsystem gilt das Handbuch Ihrer Maschine.

Woran Sie die Ursache erkennen

  • Knäuel (Vogelnest) unter dem Stoff: Der Oberfaden lag beim Sticken nicht in der Spannung, oder die Maschine hat den Faden nicht korrekt abgezogen. Häufigster Anlass ist fehlerhaftes Einfädeln.
  • Schlaufen auf der Oberseite: Die Oberfadenspannung ist zu locker, oder der Faden sitzt nicht richtig zwischen den Spannungsscheiben.
  • Unterfaden zieht an die Oberfläche: Spannung am Unterfaden oder Spulenkapsel passt nicht. Der Artikel zu verhedderten Unterfäden geht darauf ein.
  • Faden reißt wiederholt: Das ist ein eigenes Thema, dem Oberfaden reißt gewidmet ist.

Schritt 1: Oberfaden neu einfädeln

Die meisten Verwicklungen entstehen oben. Ziehen Sie den Faden komplett heraus und fädeln Sie neu ein, mit angehobenem Nähfuß oder Stickfuß, damit der Faden zwischen die Spannungsscheiben gelangt. Folgen Sie der Fadenführung Ihrer Maschine genau, ohne Haken oder Führungen auszulassen. Der Faden muss ruhig von der Rolle ablaufen. Ein Garnrollenhalter in der richtigen Stellung und ein Netz oder eine passende Kappe verhindern, dass sich der Faden um die Rolle wickelt.

Schritt 2: Unterfaden und Spulenkapsel

  • Setzen Sie die Spule in der richtigen Laufrichtung ein. Die Anleitung des Herstellers zeigt die Richtung.
  • Spulen Sie gleichmäßig. Eine schief oder zu lose gewickelte Spule gibt Faden ruckartig ab.
  • Entfernen Sie Flusen und Fadenreste im Greiferbereich. Sie behindern den Fadenlauf. Die Reinigung beschreibt Die Stickmaschine reinigen.
  • Verändern Sie die Spannschraube der Spulenkapsel nur, wenn das Handbuch es vorsieht. Gehen Sie in kleinen Schritten vor und sticken Sie jeweils probe.

Schritt 3: Nadel prüfen

Eine verbogene, stumpfe oder falsch eingesetzte Nadel führt den Faden nicht sauber zum Greifer. Verwenden Sie eine Sticknadel, die zum Garn und Stoff passt, setzen Sie sie bis zum Anschlag und mit der richtigen Ausrichtung ein, und wechseln Sie sie bei Verschleiß. Ist das Nadelöhr zu klein für das Garn, scheuert der Faden und fusselt. Grundlagen zur Nadelwahl stehen im Artikel Alles über Stickmaschine Nadeln.

Schritt 4: Garn und Spannung

Gutes Stickgarn ist gleichmäßig gedreht und läuft glatt. Altes, trockenes oder minderwertiges Garn fusselt, reißt und verklumpt eher. Als Stickgarn eignet sich nicht jedes Nähgarn. Einen Überblick über Garnarten bietet Das richtige Garn für Ihre Stickmaschine.

Die Spannung ändern Sie erst, wenn Einfädeln, Spule, Nadel und Garn stimmen. Bei Ober- und Unterfaden gilt: Ein Wert, der bei einem Motiv passt, ist nicht für jedes Projekt richtig. Beim Satinstich sollte der Unterfaden auf der Rückseite als Streifen in der Mitte sichtbar sein, vom Oberfaden eingerahmt. Daran lässt sich das Verhältnis beider Spannungen ablesen.

Schritt 5: Einspannen, Vlies und Motiv

Lockerer Stoff im Rahmen flattert beim Sticken. Dann bildet sich zwischen Stoff und Nadelplatte ein Spalt, in dem sich Fäden verfangen. Spannen Sie den Stoff straff, aber ohne Zerren, und wählen Sie ein passendes Vlies. Auch sehr dichte Motive oder zu hohe Geschwindigkeit begünstigen Knäuel, weil der Faden mehr Zug und weniger Zeit hat. Drosseln Sie die Geschwindigkeit, wenn die Maschine das zulässt, und stellen Sie Motive mit extremer Dichte infrage.

Wenn nichts hilft

Tritt der Fehler trotz neuem Einfädeln, neuer Nadel und gereinigtem Greifer weiter auf, liegt er möglicherweise an Mechanik, etwa Greiferspiel oder Fadenhebel. Das gehört in den Service des Herstellers oder eine Fachwerkstatt. Stoppen Sie die Maschine, sobald sich ein Knäuel bildet, und lösen Sie es erst nach Anheben von Nadel und Fuß, damit nichts verbiegt oder bricht.

Häufige Fragen zu Fadenverwicklungen

Warum bildet sich unter dem Stoff ein Fadenknäuel?

Meist lag der Oberfaden nicht richtig in der Spannung, zum Beispiel weil der Nähfuß beim Einfädeln unten war. Fädeln Sie komplett neu ein.

Muss ich die Spannung sofort verstellen?

Nein. Prüfen Sie zuerst Einfädeln, Spule, Nadel und Garn. Die Spannung stellen Sie erst danach in kleinen Schritten nach, mit Probestick.

Kann Nähgarn zu Verwicklungen führen?

Ja, wenn es nicht zur Nadel und zur Maschine passt. Verwenden Sie Stickgarn, wie es das Handbuch vorsieht.

Wann sollte ich die Maschine zum Service geben?

Wenn der Fehler trotz neu eingefädeltem Faden, neuer Nadel und gereinigtem Greiferbereich bleibt.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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